Wir möchten, dass man uns aufgrund unserer Meisterwerke in Erinnerung behält

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  18.12.2017  |  10:41
Interview: Roman, Gašper und Anže Pirnar, Hersteller der Pirnar- Eingangstüren

Kaum ein slowenisches Unternehmen kann sich mit der Auszeichnung German Design Award rühmen, die einige gleich den europäischen Design-Oskar nennen. Dieser große Wurf gelang dem Unternehmen zur Herstellung von Eingangstüren Pirnar aus Ljubljana dieses Jahr schon zum dritten Mal; den ersten „Oskar“, die Auszeichnung German Design Special Mention, gewann Pirnar schon im Jahr 2015. Zu diesem Titel haben sie dieses Jahr noch zwei hinzugefügt, die Auszeichnungen German Design Award Winner und German Special Mention für das Jahr 2017.

Die Familienmitglieder Pirnar sind auf ihre handwerklichen Wurzeln sehr stolz. Heute hat die Gruppe 200 Mitarbeiter in Slowenien und Bosnien und Herzegowina sowie je einen Franchise-Salon in Los Angeles und London. „Dieses Geschäftsmodell möchten wir auch auf den deutschen Markt als unseren bedeutendsten übertragen“, sagt Roman Pirnar, der die Unternehmensleitung schon auf seine Söhne Gašper und Anže übergibt.

Das Unternehmen Pirnar exportiert 88 Prozent seiner Produktion, welches Gewicht kommt bei Ihrer Geschäftstätigkeit dem deutschen Markt zu?

Gašper Pirnar: Der deutsche Markt bedeutet für uns schon heute 65 Prozent unseres Verkaufs und ist somit unser bedeutendster Markt. Er ist groß, die Kaufkraft ist hoch und er ist auf Qualität ausgerichtet, was für uns als Unternehmen mit handwerklichen Wurzeln sehr wichtig ist. Wir kennen die Gewohnheiten der deutschen Kunden gut und glauben, dass es auf dem deutschen Markt viele Möglichkeiten für uns gibt. Unseren Bekanntheitsgrad und den guten Ruf der Marke Pirnar möchten wir auf dem deutschen Markt noch verstärken. Es ist die Zeit gekommen, dass wir unseren Vertretern neben den Türen auch ein Geschäftsmodell in Form einer Franchise anbieten.

Können Sie uns über dieses Projekt noch etwas sagen? Wieso kamen Sie zu der Beurteilung, dass gerade jetzt der richtige Moment für die Errichtung eines Netzes von Franchisegeschäften in Deutschland ist?

Roman Pirnar: Es ist einfach, wir sind erwachsen geworden. Die Errichtung eines Netzes von Franchisegeschäften in Deutschland ist kein Projekt von einem Monat, wir haben daran mehrere Jahre gearbeitet. Wir haben ein Geschäftsmodell, das beweist, dass es möglich ist unsere Marke selbst zu verkaufen, ohne dabei noch das Sortiment anderer verwandter Produkte verkaufen zu müssen. Wir haben selbst das Produkt und das Wissen, welches uns das ermöglicht.

Anže Pirnar: Das ist ein Geschäftsangebot für Ambitionierte, die durch die Anwendung unseres Know-Hows in Verbindung mit ihrem eigenen Engagement eine Erfolgsgeschichte schreiben werden.

Wie haben Sie sich die Türen zum deutschen Markt geöffnet? War es schwer die deutschen Kunden zu überzeugen, sich für Ihre Türen zu entscheiden?

Gašper Pirnar: Auf dem deutschen Markt sind wir schon 15 Jahre anwesend. Der Erfolg kam nicht über Nacht. Von unserer ersten Messepräsentation bis zum Abschluss der Zusammenarbeit mit den Vertretern sind Jahre vergangen, und heute haben wir auf dem deutschen Markt schon über 120 Vertreter, die unsere Türen verkaufen. Meistens sind das Unternehmen aus der Branche der Holzbauteile, mit denen wir eine Reihe Kontakte geknüpft haben, denn wir haben ein Verkaufsnetz in ganz Deutschland. Die Vertreter kennen uns als die Führenden in unserer Branche, die die Trends bestimmen.

Wenn man auf dem deutschen Markt auftreten will, ist es nicht genug ein gutes Produkt zu haben, man muss auch einen guten Kundendienst, Transport und eine gute Marketingunterstützung haben. Die Vertreter bekommen von uns, was ihnen versprochen wurde und das zählt in Deutschland. Unsere Philosophie besteht darin das zu machen, was kein anderer kann. Das geflügelte Pferd ist das Symbol unserer Denkweise, das in der Familie Pirnar von Generation zu Generation weitergegeben wird und auch in unserem Wappen zu finden ist. Vor technologisch anspruchsvoller Arbeit laufen wir nicht weg, auch nicht vor handwerklicher Arbeit, jedes Jahr führen wir Neuigkeiten ein und das zahlt sich für uns aus. Wir wünschen uns, dass jedes Element unserer Türen Bewunderung erweckt.

Dieses Jahr haben Sie die dritte Auszeichnung German Design Award bekommen, die einige als den europäischen Design-Oskar bezeichnen. Wie bedeutend ist diese Auszeichnung für Ihr Geschäft?

Gašper Pirnar: Sehr. Die Auszeichnung German Design Award ist tatsächlich der Design-Oskar, denn für diese Auszeichnung kann das Unternehmen nicht selbst kandidieren, jemand anders muss es nominieren. Als wir diese Auszeichnung bekamen, wussten wir nicht, was sie bedeutet. Diese Auszeichnung hat uns geholfen die Bedeutung unserer Marke in den Augen unserer Partner weiter zu stärken, sie sehen in uns den Mehrwert, die Qualität und den Fortschritt.

Die Kommission des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie haben Sie mit der Türe „OneTouch“ überzeugt, deren Besonderheit nicht nur der Fingerabdruckleser ist, sondern auch die versteckte, unsichtbare Türhalterung. Was war Ihre Kundenzielgruppe bei der Gestaltung dieser Türe?

Roman Pirnar: Wir Menschen sind emotional, wir identifizieren uns gerne mit unserem Heim und daraus haben wir auch die Inspiration für unsere Tür „OneTouch“ geschöpft und sie als den persönlichsten Eingang der Welt gestaltet. Wenn der versteckte Fingerabdruckleser an der Tür den Eigentümer erkennt, zieht sich das Zugstück elegant und selbstständig aus, beleuchtet die Umgebung und die Tür schließt sich auf. Einige Sekunden nach dem Schließen verwandelt sich die Tür selbstständig zurück zu einer gereinigten Oberfläche ohne Zugstück, was ungeladene Gäste daran hindert, den Eingang zu manipulieren.

Unsere Nachricht ist - der Eingang kann nur vom Eigentümer genutzt werden. Natürlich aber möchten wir auch, dass der Eingang ins Heim zauberhaft ist, dass dem Eigentümer warm ums Herz ist, wenn er nach Hause kommt. Unser Kunde ist Perfektionist, der weiß, was er will, er mag schöne Dinge und ist nicht mit dem Durchschnittlichen zufrieden.

Wie viel kosten Ihre Türen?

Gašper Pirnar: Von 2.500 bis 10.000 Euro, inklusive Mehrwertsteuer. Die teuerste Tür, die wir hergestellt haben, kostete 28.000 Euro. Das war schon eine richtige Wand.

Wie bedeutend ist bei einem so innovativen Produkt, wie etwa „OneTouch“, der After-Sales-Service und wie gewährleisten Sie diesen auf dem deutschen Markt?

Roman Pirnar: Wir haben einen guten After-Sales-Service, bei der Entwicklung unserer Türen widmen wir aber bereits im Vorhinein viel Zeit der einfachen Bedienung und Wartung.

Was ist heute beim Türenkauf für den Kunden wichtig?

Roman Pirnar: Für die Kunden sind das Design, die Materialauswahl, Sicherheit und auch Innovationen wichtig. Die Eingangstüren, die vor 20 Jahren verkauft wurden, waren nach anderen Normen hergestellt, wir lebten in einer anderen Zeit, heute ist aber auch auf dem Gebiet der Türen die Entwicklung so groß, dass sich in den Türen schon eine kleine Wissenschaft verbirgt. Als Unternehmen haben wir uns der Innovation verschworen.

Wir haben zum Beispiel als erster Türen bis zur Höhe von drei Metern entwickelt. In die Entwicklung dieser Tür haben wir eine Menge technischer Kenntnisse eingebracht und mit bestimmten Lösungen erreicht, dass sie sich auch normal öffnen und schließen, wenn die Außentemperatur minus 20 Grad ist. Wir haben als erster den neuen 3D-Design-Trend aufgestellt und so eine Türstärke von bis zu 14 cm erreicht. Unsere Innovation ist auch die 4-fache Türdichtung, was die Isolation zusätzlich verbesserte. Eines der anerkanntesten europäischen Institute, das deutsche IFT Rosenheim, haben wir vor Jahren mit einem bis damals unerreichbarem Wärmeleitfähigkeitskoeffizienten für Aluminiumeingangstüren begeistert. Unsere Besonderheit ist, das wir uns mit handwerklicher Präzision Einzelheiten und Details widmen.

Sie haben auch auf dem chinesischen Markt Pläne. Wie weit sind Sie mit dem Eintritt in den chinesischen Markt?

Anže Pirnar: In den chinesischen Markt sind wir Anfang des Jahres eingetreten, als wir mit dem chinesischen Partner eine Zusammenarbeit vereinbarten, wir haben auch bereits eine erste Messepräsentation absolviert. China ist ein riesiger Markt, wir sehen viele Gelegenheiten hier und zielen vor allem auf jüngere Verbraucher.

Wie ist es mit Ihren Plänen auf dem US-Markt?

Anže Pirnar: In der Nähe von Los Angeles haben wir einen Pilot-Franchise-Salon eröffnet. Wir sind der Auffassung, dass es sich schon in ungefähr einen halben Jahr zeigen wird, ob das eine gute Geschäftsentscheidung war. Der amerikanische Käufer sucht Andersartigkeit, etwas Neues, Einzelstücke. Die Amerikaner schätzen Handarbeit und das Handwerk sehr und das kann für uns ein großer Vorteil sein.

Auf welche Märkte neben den schon bestehenden zielen Sie ab?

Gašper Pirnar: Neben Deutschland, das für uns der bedeutendste Markt ist, möchten wir unsere Marke auch in Österreich, Italien, der Schweiz, Großbritannien und in Frankreich verfestigen.

Welche Trends werden die Produktion von Eingangstüren in den nächsten fünf, zehn Jahren diktieren?

Anže Pirnar: In der Zukunft wird die technologische Perfektion der Türe noch wichtiger werden, die Entwicklung wird in Richtung der Innovation auf dem Gebiet der Sicherheit und des Komforts beim Öffnen und Schließen der Türe gehen. Die Trends deuten an, dass die Türdimensionen immer größer werden, bedeutender wird auch die Interaktion mit der Türe.

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