Die Geschäfte in Deutschland blühen und es werden noch mehr werden

Die Geschäfte in Deutschland blühen und es werden noch mehr werden
Die Geschäfte in Deutschland blühen und es werden noch mehr werden
  29.03.2018  |  10:48
Čas branja: 11 min
Wie liefen vergangenes Jahr die Geschäfte der führenden slowenischen Exporteure?

Deutschland war auch vergangenes Jahr der mit Abstand bedeutendste Markt für slowenische exportorientierte Unternehmen. Dank der deutschen Partner expandieren viele von ihnen auch auf den globalen Märkten, zeigte eine kurze Umfrage unter den slowenischen Exporteuren, die wir gefragt haben, wie ihre Geschäfte vergangenes Jahr auf dem deutschen 80-Millionen-Markt blühten und welche Pläne sie für dieses Jahr haben.

Slowenisches Wissen in deutschen Autos

Slowenische Unternehmen waren schon immer ein bedeutender Lieferant für die deutsche Autoindustrie und in diesem Segment setzt sich in den vergangenen Jahren immer mehr das Unternehmen Boxmark durch, das Sitzbezüge für hochklassige Autos, wie beispielsweise Mercedes, Audi, Porsche und BMW herstellt. „Der deutsche Markt ist global und mit dem Verkauf folgen wir unseren deutschen Kunden auch in andere Teile der Welt, nach Mexico, China, Russland“, betont Marjan Trobiš, Geschäftsführer von Boxmark Leather. Boxmark erwirtschaftet im Ausland 99 Prozent der Erlöse, davon die Hälfte auf dem deutschen Markt und mehr als 95 Prozent durch den Verkauf der Lederbezüge für Autos. Vergangenes Jahr haben sie die Erlöse um 6,5 Prozent auf 155 Millionen Euro steigern können.

Zu den bedeutendsten deutschen Kunden zählt Trobiš auch die Lufthansa, den Hersteller der Gestelle für Flugzeugsitze Recaro und die Deutsche Bahn. Die zwei bedeutendsten Herausforderungen für das laufende Jahr lauten: in der Autoindustrie, die vergangenes Jahr Rekordhöhen erreichte, möchte das Unternehmen den Verkauf auf dem Niveau des vergangenen Jahres erhalten und zugleich auch den Verkauf auf Rechnung anderer Branchen, wie die Flugzeugindustrie und den Schiffbau, verbessern.

Deutschland ist der wichtigste Markt der Gruppe SIJ

Wenn Sie planen, ein Hybridfahrzeug oder ein Elektroauto zu kaufen, ist die Chance ziemlich groß, dass das ausgewählte Auto auch mit Hilfe von slowenischen Experten und Wissen hergestellt wurde, denn slowenische Unternehmen sind wichtige und geschätzte Lieferanten der deutschen Automobilindustrie. Hierzu gehört auch das Unternehmen Slovenska industrija jekla (SIJ), das mit dem Vertrieb von Stahl und Stahlprodukten zu den zehn größten slowenischen Exportfirmen gehört, wobei gerade Deutschland einer der wichtigsten Märkte ist. Die Gruppe erzielt nämlich auf dem deutschen Markt einen Umsatz von mehr als 100 Millionen Euro. Die Absatzsteigerung auf dem deutschen Markt im vorigen Jahr schreibt die Gruppe größtenteils den positiven Trends der Automobilindustrie zu, sowie auch der zunehmenden Nachfrage nach Elektro- und Hybridautos.

„Im Jahre 2017 haben wir in Deutschland den Verkauf wertmäßig erhöht. Das höchste Wachstum wurde mit der Marke SIWATT erzielt, unter der nichtorientiertes Elektroblech verkauft wird. Dieses Blech wird in die Magnetkerne von Elektromotoren, Generatoranlagen und Transformatoren eingebaut. Momentan wird das Wachstum des Stahlverbrauchs durch die Elektrifizierung des Produktportfolios der großen Fahrzeughersteller generiert“, betont Marko Ivankovič, Marketingleiter bei der Gruppe SIJ. Auf dem deutschen Markt ist SIJ auch durch rostfreien Stahl der Marke SINOXX bekannt sowie durch Werkzeugstahl der Marken SIHARD, SITHERM und SIMOLD, die den Werkzeugstahl für Industriemesser und Walzen für die Stahlindustrie sowie Spritzwerkzeuge und Werkzeuge für andere Arten von Aluminium- und Kunststoffverarbeitung vereinen. Die Gruppe SIJ verfügt auch über mehrere Verarbeitungs- und Verkaufszentren in Deutschland, die für die Belieferung der dortigen Kunden zuständig sind. Zu den wichtigsten Kunden auf dem deutschen Markt zählt man unter anderem Voith, Hobas, Bosch Rexroth und SMS Group.

Die deutschen Kunden öffnen Cablex die Tür zur Welt

Fast ein Drittel des Absatzes erwirtschaftet auch Cablex, ein Systementwickler und Lieferant von Kabelbäumen, Plastik- und Silikonteilen sowie verschiedener mechanischer Bauteile, auf dem deutschen Markt. Das Unternehmen, das heute neun Betriebe von Slowenien bis nach China mit insgesamt über 2.500 Mitarbeiter betreibt, hat seinen Vormarsch auf die globalen Märkte vor gut drei Jahrzehnten ausgerechnet in Deutschland begonnen. Die Tür zu diesem Markt öffnete ihm der Konzern BSH, und seit 1991 unterhält Cablex in Lauingen auch sein Logistikzentrum.

„Unsere größten Käufer auf dem deutschen Markt sind Hersteller von Haushaltsgeräten, die Autoindustrie und andere Branchen, für die wir technisch fortgeschrittene Produkte entwickeln und herstellen. Mehr als die Tatsache, dass Deutschland unser größter Markt ist, sind für uns unsere deutschen Partner wichtig, mit denen wir auf die globalen Märkte vordringen. Mit den Aufträgen für die Unternehmen BSH, Vorwerk, Stihl, Miele, Hella, WMF und unseren anderen deutschen Abnehmern haben wir vergangenes Jahr fast 65 Prozent des ganzen Umsatzes erwirtschaftet“, betont Rok Rozman von Cablex. In den nächsten Jahren möchte sich das Unternehmen zudem mit Hilfe von moderner Ausrüstung und Automatisierung noch mehr als Anbieter von technologisch anspruchsvolleren Produkten durchsetzen und zwar sowohl im Hinblick auf fortschrittliche Technologien (Schweißen, IDC) als auch auf anspruchsvolle Montagen von Teilsystemen.

Vipapen blickt mit Faber Castell in die Zukunft

Wenn Sie einen Füllfederhalter oder Tintenpatronen eines deutschen Herstellers kaufen, besteht eine große Wahrscheinlichkeit, dass das Schreibgerät in Slowenien hergestellt wurde. Genauer im Familienunternehmen Vivapen. Hier entwickelt und stellt schon die zweite Generation Füllfederhalter, Patronen und andere Schreibgeräte her, größtenteils für ausländische Abnehmer, darunter auch einer der angesehenste deutsche Schreibwarenhersteller Faber Castell, den Vivapen vor drei Jahren überzeugen konnte, gemeinsam einen neuen Füllfederhalter zu entwickeln.

„Auf dem deutschen Markt erwirtschaften wir fast 80 Prozent unseres Verkaufs, deswegen ist er für uns von großer Bedeutung. In Deutschland wird das Schreiben mit einem Füllfederhalter noch sehr unterstützt, auch seitens des Staates beziehungsweise des Schulministeriums. Die Deutschen legen großen Wert auf die Tradition und sind sich bewusst, wie bedeutend das Schreiben für die Entwicklung des Kindes ist, gerade in den ersten Klassen der Grundschule“, betont Petra Melanšek, Direktorin von Vivapen. Um Faber Castell von dem gemeinsamen Projekt zu überzeugen brauchten sie fünf Jahre, wobei Vivapen aber in den vergangenen fünf Jahren auch zum Entwicklungspartner anderer Hersteller von Schreibgeräten wie Pelikan, Online, Kaweco, Staedtler, Lamy, Stylex/Toppoint und vielen anderen wurde.

Donit Tesnit überzeugte auch die größte deutsche Raffinerie

Der deutsche Markt gewinnt von Jahr zu Jahr auch für das Geschäft von Donit Tesnit, des führenden Unternehmens für Dichtungen, Dichtungsplatten und originären Lösungen für die Abdichtung von Gasen und Flüssigkeiten, eine immer größere Bedeutung. Seine Produkte werden zur Abdichtung von Gasen, Wasser, Ölen und unterschiedlichen flüssigen Chemikalien in verschiedenen Industriebranchen verwendet, von den technischen Anlagen bis zu mechanischen Systemen wie Rohrverteiler, Ventile, Wärmetauscher, Kompressoren, Pumpen, Motoren. Auf dem deutschen Markt erwirtschaftet Donit Tesnit fast ein Fünftel seines Verkaufs, der im vergangenem Jahr in der gesamten Gruppe um acht Prozent auf 17 Millionen Euro angestiegen ist.

Direktor Zvonko Hrovat betont, dass das Unternehmen in den vergangenen Jahren den Verkauf auf dem deutschen Markt beschleunigt hat, dabei half auch ein neuer Auftrag von der deutschen Erdölraffinerie MiRO. „Im Jahr 2016 haben wir im Vergleich zum Jahr 2015 auf dem deutschen Markt den Verkauf um 15 Prozent erhöht und im Jahr 2017 haben wir diesen Trend weitergeführt und den Verkauf im Vergleich zum Jahr 2016 um über 16 Prozent gesteigert.“ Donit Tesnit verkauft auf 68 Märkten weltweit, aber Europa ist am bedeutendsten, hier erwirtschaftet das Unternehmen 77 Prozent des Verkaufs. Die Gesellschaft hat Unternehmen in Belgien, China und den USA und Hrovat schließt die Möglichkeit nicht aus, die Vertretung in Deutschland erneut zum Leben zu erwecken, denn im deutschen Markt sieht Donit neue Geschäftsmöglichkeiten.

Cinkarna Celje mit 6 Prozent Marktanteil in Deutschland

Für den Hersteller von Titandioxid, Cinkarna Celje, war das Jahr 2017 eines der besten in der 145-jährigen Firmengeschichte. Wie der Direktor Tomaž Benčina erklärt, ist die Nachfrage nach Titandioxid dieses Jahr phänomenal und das zahlt sich auch durch höhere Produktpreise aus. Eine bedeutende Rolle im Unternehmensgeschäft spielt auch der deutsche Markt, wo ein gutes Drittel der rund 180 Millionen Euro des Jahresverkaufs erwirtschaftet wird.

„Deutschland war für unser Unternehmen schon immer der bedeutendste Markt. Dort unterhalten wir mit allen führenden Herstellern von Farben und Lacken partnerschaftliche Beziehungen. Unser Marktanteil auf dem deutschen Markt liegt nach unserer Bewertung zwischen fünf und sechs Prozent“, sagt Benčina. Ambitiös sind auch die diesjährigen Pläne, nach welchen der Verkauf um 20 Prozent erhöht werden soll.

Adria Mobil auch dieses Jahr mit Neuigkeiten in Düsseldorf

2017 war in Europa nicht nur für die Autoindustrie ein Rekordjahr, auch die Industrie der Freizeit- und Urlaubsfahrzeuge ist bedeutend gewachsen. Hier stellen Deutschland, Frankreich und Großbritannien mit zusammen 70 % den größten Markt dar. Alle drei Märkte sind vergangenes Jahr durchschnittlich um fast ein Zehntel gewachsen und das machte sich auch für den führenden slowenischen Hersteller von Freizeitfahrzeugen, Adria Mobil, bezahlt, der mit seiner Warenmarke Adria auf dem europäischen Markt schon mehr als ein halbes Jahrhundert präsent ist. Seit 2007 ist Adria Mobil auch Eigentümer der Marke Sun Living, deren Erscheinungsbild vergangenes Jahr erneuert wurde und kürzlich auf der Tourismusmesse CMT in Stuttgart mit dem internationalen europäischen Innovativpreis (EIA) ausgezeichnet wurde.

Wie man bei Adria Mobil wahrnimmt, entscheiden sich die deutschen Käufer am liebsten traditionell für den Kauf von Wohnwagen, wobei man aber hinzufügt, dass das Verhältnis zwischen verkauften Wohnwagen, Wohnmobilen und Vans schwankt. Auf dem deutschen Markt verkaufte Adria Mobil im vergangenen Jahr ein Fünftel mehr Freizeitfahrzeuge als im Vorjahr. Gleichzeitig stiegen die Verkaufserlöse um 14 Prozent. Mit den Neuigkeiten für das Jahr 2019 wird Adria Mobil seine Premiere auf der größten internationalen Messe „Caravan Salon“ in Düsseldorf feiern, die traditionell die Trends für die kommenden Jahre präsentiert. Das Unternehmen hat im vergangenen Jahr einen Absatz von über 400 Millionen Euro erwirtschaftet, das ist im Vergleich zum Vorjahr eine Steigerung um 10 Prozent.

Plastika Skaza setzt auf Umweltbewusstsein

Der deutsche Verbraucher weiß wahrscheinlich nicht, dass er im Alltag auch Produkten des Familienunternehmens Plastika Skaza begegnet, das eine Reihe von angesehenen Weltmarken aus der Auto-, Elektronik- und Möbelindustrie sowie der Branche für Haushaltsprodukte beliefert. Zu den von Skaza hergestellten Produkten zählen unter anderem auch Elektroschränke für Elektrozähler, Gehäuse für Autoscheinwerfer und Plastikstühle und -füße für die Küchen des schwedischen Möbelproduzenten Ikea, um nur einige zu nennen. Vor Jahren hat man aus Sorge um die Umwelt den fortschrittlichen Korb für Bioabfall und Kompostierung „Bokashi Organico“ entwickelt, und das hat zu der Entscheidung beigetragen, sich auf dem globalen Markt mit einer eigenen Produktlinie für das Leben in der Natur und Daheim zu positionieren, die um das Modularset für Picknicks, Camping und Leben in der Natur Pick&Go ergänzt wird.

„Der deutsche Markt ist einer der bedeutendsten und auch die Schlüsselreferenz für den Einstieg in andere, neue Märkte“, betont man im Unternehmen Skaza. Dieses erwirtschaftete im vergangenen Jahr auf 56 Märkten 38,3 Millionen Euro, aber mit Abstand der größte Einzelmarkt ist Deutschland, wo schon fast 15 Prozent der Erlöse erzielt werden. In Deutschland sind die Kunden große deutsche Automobilsysteme, wobei Skaza mit der eigenen Marke auch im Einzelhandel vertreten ist.

Steklarna Hrastnik überzeugt die Deutschen durch Qualität und Design

Auch für den Hersteller exklusiver Glaswaren, Steklarna Hrastik, der schon über 150 Jahre produziert, ist Deutschland einer der bedeutendsten Märkte. Den größten Anteil des Absatzes erwirtschaftet man hier mit Tischglas, wobei auch Verpackungsglas vermarktet wird und die Flaschen der eigenen Kollektion HighGlass spirits am meisten verkauft werden. „Auf dem deutschen Markt erreichen wir schon mehrere Jahre einen stabilen Anteil im Verkauf“, betont man im Unternehmen, das vergangenes Jahr auf 55 verschiedenen Weltmärkten Erlöse von 57,7 Millionen Euro erreichte, was ein 4-prozentiges Wachstum im Vergleich zum Vorjahr darstellt.

Auf der Messe Ambiente hat man dieses Jahr unter anderem zwei Neuigkeiten des Tischprogramms vorgestellt, die Produktfamilie Freya sowie das Bierglas Odin. Große Betonung liegt auch auf Verpackungsglas, von dem man meint, dass es eines der Schlüsselmotive ist, die den Käufer zur Auswahl oder dem Kauf von Getränken bewegt. Das bestätigen die Studien insbesondere für die Spirituosen, deswegen spricht Steklarna Hrastik die Anbieter dieser Getränke mit der App „One stop shop“ an und bietet in diesem Rahmen dem Kunden auch das Endprodukt an, welches die Gestaltung, die Herstellung, das Dekor der Flasche und die Auswahl des Deckels einschließt.

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