Slowenien als Sprungbrett für den Westbalkan

Slowenien als Sprungbrett für den Westbalkan
Slowenien als Sprungbrett für den Westbalkan
  29.03.2018  |  10:43
Čas branja: 4 min
Die Zusammenarbeit zwischen BVMW und dem Klub slowenischer Unternehmer SBC

Slowenische und deutsche Unternehmen werden noch enger zusammenarbeiten. Die Initiative zur Stärkung der Kontakte kommt dieses Mal aus dem Teil der Wirtschaft, der eine bedeutende Rolle bei der Exportbeschleunigung und Schaffung neuer Arbeitsplätze hat, aber dabei vielmals übersehen oder zu wenig erkannt wird– aus den Reihen der kleinen und mittelgroßen Unternehmen.

Deswegen haben die Vertreter kleiner und mittelgroßer slowenischer Unternehmen, vereinigt im Klub slowenischer Unternehmer (Slovenian Business Club - SBC), Anfang des Jahres eine Vereinbarung über die Zusammenarbeit mit dem BVMW unterzeichnet, dem größten unpolitischen Verband, dem über 550.000 kleine und mittelgroße Unternehmen in Deutschland angehören. An der Unterzeichnung der Vereinbarung hat auch Jochen Leonhardt teilgenommen, Vorstandsmitglied von BVMW.

Gemeinsamer Nenner – Familienwerte

Der Klub slowenischer Unternehmer SBC vereinigt ungefähr 70 Unternehmer aus verschiedenen Branchen. Die Firmen haben gemeinsam, dass sie ihren unternehmerischen Weg mit einer eigenen Idee begonnen haben und bis heute Betriebe geschaffen haben, die meist mehr als 100 Menschen beschäftigen und sie vor allem exportorientiert sind. Unter den Mitgliedern sind viele Familienunternehmen, die ihre Geschäfte von Generation zu Generation weitergeben. Die Mitglieder des Klubs verbindet aber nicht nur die gleiche Mission und das Geschäftsinteresse, sondern auch die selben Werte, unter denen die hohe Verantwortung gegenüber Unternehmen, Beschäftigten und auch gegenüber der Gesellschaft an erster Stelle steht, betont Marjan Batagelj, Präsident bei SBC.​​​​​​​

„Deutschland ist allein traditionell der natürliche Wirtschaftspartner Sloweniens, jedoch sind die Geschäftsverbindungen zwischen kleinen und mittelgroßen Unternehmen etwas weniger öffentlich sichtbar als die Verbindungen zwischen den größeren slowenischen mit starken deutschen Unternehmen, die weltweit bekannte Marken repräsentieren. Es ist zwar richtig, dass die Organisationen BVMW und SBC nach der Mitgliederzahl und der Verzweigung der Organisationen sehr unterschiedlich sind, aber wenn wir die einzelnen vergleichbaren Unternehmen unter die Lupe nehmen, bestehen bestimmt Möglichkeiten für neue Geschäftspartnerschaften“, betont Batagelj.

Er ist sich sicher, dass sich die Zusammenarbeit zwischen den slowenischen und deutschen Unternehmen auch auf anderen Gebieten entwickeln wird, zum Beispiel beim Wissenstransfer, wo Deutschland mit seiner reichen unternehmerischen Tradition sehr viel Erfahrung hat und wo Slowenien seinen deutschen Partnern beim Knüpfen von Kontakten in der Region helfen könnte, fügt Batagelj hinzu. „Slowenische Unternehmen sind bestimmt der beste Anknüpfungspunkt zu den Ländern des Westbalkans. Der Grund ist die politische und historische Unparteilichkeit wie auch die Sprachenkenntnis.“

BVMW kann eine Plattform sein, die slowenische und deutsche Unternehmer verbindet, betonte Jochen Leonhardt, Verwaltungsratsmitglied bei BVMW, anlässlich der Unterzeichnung der Vereinbarung zwischen den beiden Verbänden. Wie er hervorhob, organisiert BVMW ungefähr 2000 Veranstaltungen in Deutschland pro Jahr, zu welchen sie slowenische Unternehmer einladen und diese ihre Produkte und Dienstleistungen vorstellen können - und umgekehrt werden deutsche Unternehmen nach Slowenien eingeladen. Obwohl Slowenien mit seinen zwei Millionen Einwohnern ein sehr kleiner Markt ist, ist man sich im deutschen Verband sicher, dass das Land für deutsche Unternehmen nicht nur wegen der großen Kaufkraft interessant ist, sondern auch wegen der attraktiven Investitionsumgebung. Interessant ist dabei natürlich auch, dass Deutschland ungefähr 40 Prozent des ganzen Handelsaustausches mit dem Gebiet von Ex-Jugoslawien gerade mit Slowenien erzielt.

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