Die Geschäfte zwischen Slowenien und Deutschland werden auch dieses Jahr blühen

Die Geschäfte zwischen Slowenien und Deutschland werden auch dieses Jahr blühen
Die Geschäfte zwischen Slowenien und Deutschland werden auch dieses Jahr blühen
  28.06.2018  |  13:00
Čas branja: 10 min
Außergewöhnliche slowenische Produkte und Dienstleistungen

Wahrscheinlich wissen Sie nicht, dass ein Drittel der Scheinwerfer aller europäischen Hersteller von dem Slowenischen Institut für Qualität und Metrologie getestet werden, das in Deutschland schon mehr als 17 Prozent seiner Einnahmen erzielt. Oder, dass ein slowenisches Unternehmen, das auf die Inneneinrichtung von 4- und 5-Sterne-Hotels spezialisiert ist, ein Konzept eines intelligenten Zimmers entwickelte, das es dem Hotelgast ermöglicht, direkt vom Hotelflur aus, die Klimaanlage in seinem Zimmer zu steuern. Das sind nur einige Beispiele erfolgreicher slowenischer Unternehmen, die mit ihren hochwertigen Produkten und Dienstleistungen ihren Platz auf dem deutschen Markt suchen, wobei auch ihre Prognosen für dieses und das nächste Jahr ambitioniert sind.

Stilles erobert den deutschen Markt mit einem intelligenten Zimmer

Das slowenische Unternehmen Stilles beschäftigt sich mit der Inneneinrichtung von Hotels, und zwar der von 4-Sterne- und 5-Sterne-Hotels sowie Familienhotels. Auf dem deutschen Markt ist es seit mehr als 20 Jahren aktiv. Dieses Jahr eröffnete es dort auch sein eigenes Büro, auch dank der Zusammenarbeit mit einer deutschen Hotelkette, die in den kommenden Jahren Investitionen in 100 neue Hotels in Europa plant. „Voriges Jahr haben wir für unseren Auftraggeber zwei Projekte durchgeführt, das erste in Deutschland und das zweite in der Schweiz. Dieses Jahr arbeiten wir an drei Projekten, zwei davon werden schon durchgeführt. In München richten wir ein Hotel mit 340 Zimmern ein, ein noch größeres Projekt mit 460 Zimmern ist in Bayern für den Herbst vorgesehen, in der Schweiz renovieren wir einen Teil eines Hotels. Dieses Jahr werden wir in Deutschland auch fünf Familienhotels einrichten, wir arbeiten aber auch schon an der Entwicklung von einigen Projekten für das Jahr 2019“, so der Geschäftsführer von Stilles, Rok Barbič, über die geschäftlichen Perspektiven.

Die Zeiten, in denen Stillles Hotelzimmer nur mit Möbel eingerichtet hat, sind schon längst vorbei. Heute kümmert sich das Unternehmen um das komplette Interieur, von dem Badezimmer, den Boden- und Wandbelägen, der Sanitärkeramik bis zu den Accessoires sowie Lampen und Türen - also um alles, was in einem Hotelzimmer mit „bloßem“ Auge zu sehen ist. Entwickelt wurde auch das Konzept eines intelligenten Zimmers, das es dem Benutzer ermöglicht, über Tablett oder Smartphone vom Hotelflur aus die Temperatur oder andere Geräte in seinem Zimmer, wie z. B. den Fernseher oder die Minibar, zu steuern, zählt Barbič auf. Das intelligente Zimmer wurde bei Stilles vor allem für Familienhotels entwickelt, die bei der Einrichtung nicht an Franchise-Vereinbarungen oder Einrichtungsstandards gebunden sind. „In den Familienhotels brauchen die Eigentümer jemanden, der sich um das Design des Interieurs, die gesamte technische Dokumentation und um die Koordination der Arbeiten am Objekt kümmert, und das ist unsere Aufgabe“, erläutert Babič.

Die Gruppe Stillles steigerte voriges Jahr im Vergleich zum Vorjahr ihre Einnahmen um sogar 75 Prozent, ein ähnliches Wachstum erzielte die Gruppe auch auf dem deutschen Markt, auf dem das Unternehmen fast ein Drittel seiner Einnahmen generiert. Ein Wachstum erwartet das Unternehmen auch dieses Jahr und dabei erhält das Unternehmen auch umfangreiche Investitionen, die die Hoteliers jetzt für die Renovierung der Kapazitäten vorgesehen haben. „Wenn sich ein Akteur für die Renovierung entschieden hat, folgen ihm auch andere Marktakteure, und dieses Jahr wird viel in die Renovierung investiert“, betont Barbič. Stilles exportiert sogar 98 Prozent seiner Produkte und Dienstleistungen, voriges Jahr war das Unternehmen auf vier Kontinenten aktiv, ein Projekt gab es auch in den USA. „Momentan arbeiten wir an 20 Projekten“, betont Barbič noch.

Seven Refractories würde noch nach Ostdeutschland expandieren

Auch bei Seven Refractories hat man voriges Jahr entschieden, die Geschäfte auf den deutschen Markt auszuweiten. Das Unternehmen entwickelt und fertigt in Divača, in der Nähe der slowenisch-italienischen Grenze, feuerfeste Materialien (feuerfesten Beton) für alle Schlüsselindustrien sowie Zapfen für Hochöfen. In Slowenien stellt das Unternehmen mehr als 600 verschiedene Produkte her und verfügt über ein eigenes Labor zur Prüfung der Produktqualität.

Dieses slowenische Unternehmen exportiert seine Produkte in mehr als 40 Länder, auch nach Deutschland, wo es seit 2015 ein jährliches Wachstum von 20 % verbucht. Der Filialleiter in Düsseldorf, Cesare Angelillo, ist der Meinung, dass das Erfolgsgeheimnis in dem eingespielten Team liegt, das in der Lage ist, die Anforderungen und die Bedürfnisse der einzelnen Kunden vorherzusehen. Voriges Jahr eröffnete das Unternehmen in Deutschland in Neuwied ein neues Büro sowie ein Lager. In der nahen Zukunft ist aber auch die Eröffnung eines neuen Büros in Ostdeutschland vorgesehen. „Für unser Geschäft wäre das ein Vorteil, denn die Nähe ist für unsere Kunden von besonderer Bedeutung, auch im Hinblick auf die Ausweitung des Verkaufs in benachbarte Orte“, betont Angelillo.

Zu den wichtigsten Märkten, auf denen das Unternehmen schon aktiv ist, zählen Russland, Österreich, Türkei, Ukraine, Polen, Slowakei, Frankreich, Belgien, Italien und die USA. Neben Kasachstan, wo Seven Refractories seit vorigem Jahr eine neue Fabrik hat, wurde im April dieses Jahres noch eine neue Fabrik zusammen mit dem indischen Konzern Dalmia Ocl in Indien eröffnet. „Am Ende des Jahres 2017 entstand somit das „Joint Venture“ Dalmia Seven, in der die Tradition des großen indischen Unternehmens Dalmia Ocl und die technische Fortschrittlichkeit der Gruppe Seven Refractories vereint werden“, sagt man in dem Unternehmen, dessen Mitarbeiter 20 verschiedene Nationalitäten haben.

SIQ testet ein Drittel der Scheinwerfer in Europa

Auch für das Slowenische Institut für Qualität und Metrologie (SIQ) ist Deutschland einer der wichtigsten Märkte. Seit 2009 hat SIQ in Bayern in der Stadt Buchloe auch seine eigene Zweigniederlassung und das zahlt sich aus, denn heute erzielt das Institut auf dem deutschen Markt fast ein Fünftel seiner Einnahmen. Genauer gesagt, in den vergangenen Jahren erzielte es in Deutschland durchschnittlich mehr als 17 Prozent seiner Einnahmen bzw. ein Drittel aller im Ausland erzielten Einnahmen, so die ersten Prognosen für den Geschäftsverlauf im vorigen Jahr.

Wie man bei SIQ sagt, fragen die Auftraggeber aus Deutschland meistens Prüfungen der Sicherheit und der elektromagnetischen Verträglichkeit von medizinischen Vorrichtungen, Ladegeräten und Komponenten aus der Autoindustrie nach. „Wir haben erfolgreich die Prüfung von elektrischen Komponenten abgeschlossen, die in die Autos von Tesla Motors und anderen führenden Autoherstellern wie Daimler, Renault, Fisker, Porsche integriert sind. Wir prüfen ungefähr ein Drittel der Scheinwerfer aller europäischen Hersteller“, sagt Tine Lavrič, der bei SIQ für den Kontakt mit der Öffentlichkeit zuständig ist. SIQ ist in Deutschland eines der Institute, das medizinische Hilfsmittel und Produkte prüfen darf. Das zahlt sich aus, denn im Bereich der Medizin verbucht das Institut ein Wachstum von 30 Prozent jährlich. Unter anderem werden auch Roboter geprüft, die von Chirurgen bei Operationen verwendet werden, und Produkte, die die Lebensfunktionen verfolgen, wie EKG, verschiedene Implantate, künstliche Hüften, Laufbänder für Rehabilitation und ähnliches“, so SIQ.

Wir leben in der Zeit neuer Geschäftsmodelle, die die Erfinder dazu zwingen, neue Produkte schneller zu entwickeln, deshalb muss man auch Zertifikate für den Auftritt auf dem Markt schneller erlangen. „Wir bemerken heute, dass die Veränderungen im Bereich der Reaktionsfähigkeit und der Berücksichtigung von kurzen Prüfterminen immer stärker sind. Und die Prüfung kommt immer am Ende des Entwicklungszyklus“, betont man bei SIQ. Viel Energie wird auch in die Entwicklung von Dienstleistungen investiert, nach denen die Auftrag­geber in den kommenden Jahren nachfragen werden.

Infolge des großen Fortschritts im Bereich der Digitalisierung erwartet man auch eine größere Nachfrage bezüglich der Sicherstellung der Informationssicherheit.

Bei Iskra Zaščite setzt man auf Innovation

Das Unternehmen Iskra Zaščite, das zu der griechischen Gruppe Raycap gehört, entwickelt und fertigt Überspannungsschutzvorrichtungen im Bereich der Energetik, Telekommunikation, Informatik und Messtechnik. Diese Vorrichtungen werden zum Schutz der elektrischen Installation und Datenleitungen vor Überspannungen in Industrieobjekten, Geschäftsgebäuden sowie Wohn­objekten verwendet. Voriges Jahr ging das Unternehmen noch einen Schritt weiter und entwickelte die innovativste Generation der Überspannungsableiter, die neben der Funktionalität auch die Konkurrenzfähigkeit des Unternehmens erhöhen.

Wie man bei Iskra Zaščite betont, sind die Vorteile der neuen Produktlinie auch das neue Design und der innovative Verschluss, der die Überspannungsschutzvorrichtung vor Vibrationen und Schlägen schützt, sowie auch die zwei- und dreistufige Anzeige der Lebensdauer, die den Benutzer über eine teilweise oder komplett degradierte Überspannungsschutzvorrichtung informiert. Die neue Generation von Produkten verfügt über das Zertifikat der elektrischen Konformität bzw. der Qualität des anerkannten deutschen Instituts VDE, was dem Unternehmen Raycap Iskra Zaščite einen optimalen Durchbruch auf dem globalen Markt ermöglichen wird.

Auf dem deutschen Markt sieht man Geschäftschancen auch in den Produkten für den Überspannungsschutz für kleinere Industrieobjekte, weil sich vor kurzem der Standard geändert hat, der jetzt vorschreibt, dass eine Überspannungsschutzvorrichtung auch in allgemeinen Stromverteilerschränken und Wohnobjekten installiert werden muss. „Als technologisches Unternehmen widmen wir uns innovativen Lösungen nach Maß. Mehr als 50 Prozent unserer Lösungen sind Lösungen nach Maß der Kunden“, sagt man unter anderem bei Iskra Zaščite. Das Unternehmen baut in Slowenien ein neues technisches Produktionswerk, in das das Unternehmen Ende des Jahres umziehen wird.

Bei Jelovica setzt man auf Sonne, Wasser und Holz in höchster Qualität

Auf eine nachhaltige Entwicklung setzt man auch beim Unternehmen Jelovica, das sich mit der Produktion von energieeffizienten hölzernen Fertighäusern, Fernstern und Türen beschäftigt. Jelovica ist auf dem deutschen Markt seit mehr als 40 Jahren präsent. Bis heute lieferte das Unternehmen schon mehr als 4.000 Häuser und andere, technisch anspruchsvolle Objekte nach Deutschland. Deutschland ist der größte Exportmarkt von Jelovica.

Holz, das in den Fertighäusern von Jelovica verarbeitet wird, kommt aus Wäldern, die nachhaltig bewirtschaftet werden und in denen die Berücksichtigung der im Voraus bestimmten Umwelt- sowie gesellschaftlichen, sozialen und ethischen Standards sichergestellt wird. Seine Ausrichtung auf eine nachhaltige Entwicklung beweist das Unternehmen mit dem PEFC-Zertifikat, das ein System der übersichtlichen Kontrolle der Bewirtschaftung der Wälder und die Rückverfolgbarkeit des Holzes vom Wald bis zum Endprodukt sicherstellt. „Dieses Zertifikat haben wir aufgrund der Zusammenarbeit in der nachhaltigen Lieferkette und der Verwendung der hochwertigsten Bauhölzer für die tragenden hölzernen Konstruktionen unserer Häuser erworben. Die Einführung des Rückverfolgbarkeitssystems ermöglicht dem Unternehmen eine bessere Kontrolle über die Bewirtschaftung der materiellen Quellen“, sagt Tomaž Rogelj, Exportleiter bei Jelovica hiše.

Jelovica sorgt für die Umwelt aber auch durch die Energiegewinnung aus regenerativen Quellen, nämlich aus Sonne und Wasser. Zu diesem Zweck hat man ein eigenes Sonnenkraftwerk und ein kleines Wasserkraftwerk gebaut, in denen die gesamte für die Produktion von hölzernen Fertighäusern benötigte Energie gewonnen wird. „Jelovica deckt ca. 83 Prozent seiner Energiebedürfnisse in der Produktion durch Sonnenenergie ab, weitere Bedürfnisse stillt ein installiertes kleines Wasserkraftwerk, das in der Nähe des Unternehmens steht. Mit den erwähnten Energiequellen überschreiten wir auf Jahresniveau sogar den Energiebedarf“, fügt Rogelj hinzu.

Die Sorge um die Umwelt ist auch den deutschen Kunden wichtig, die immer mehr nach einem hochwertigen Holzbau bei großen öffentlichen Objekten wie Schulen, Kindergärten, Hallen und ähnlichem fragen. Eine solche Bauweise ist anspruchsvoll und komplex, und genau hier liegt der Vorteil von Jelovica.

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