Eine unentdeckte Schönheit, die die touristischen Rekorde bricht

Eine unentdeckte Schönheit, die die touristischen Rekorde bricht
Eine unentdeckte Schönheit, die die touristischen Rekorde bricht
  28.06.2018  |  15:10
Čas branja: 9 min
Slowenische Schönheiten

Tourismus hat nur dann eine Chance, wenn er grün bleibt, sagen die Experten, und das ist auch das Ziel, das sich das südliche Nachbarland Österreichs, also Slowenien, vorgenommen hat. Seine Bemühungen sind nicht übersehen worden, denn auf der diesjährigen internationalen Tourismusbörse in Berlin gewann Slowenien den Titel der nachhaltigsten touristischen Destination in Europa und weltweit den sechsten Platz.

Immer mehr sind von Slowenien auch die begeistert, die eine authentische Destination suchen und diejenigen, die die Explosionen eines Massentourismus noch nicht kennen. Unter diesen gibt es immer mehr Touristen aus Deutschland, die für den slowenischen Tourismus den zweitgrößten Markt darstellen.

Ansteckende Freundlichkeit der Einwohner von Prekmurje

Ein guter Startpunkt für einen Slowenienurlaub ist der Nordosten, an der Grenze mit Österreich und Ungarn, an dem linken Ufer des Flusses Mur, in der Region Prekmurje. Diese slowenische Landschaft galt noch vor Kurzem als ein übersehenes Land, was sich aber ändert, auch dank Engländern, die vor einem Jahrzehnt massenhaft die typischen alten Häuser von Prekmurje kauften, um sich ein Wochenendhaus dort einzurichten: Einige von ihnen sind gleich für immer in Prekmurje geblieben.

Die Freundlichkeit der Einwohner von Prekmurje ist ansteckend. Stolz zeigen sie die typischen Häuser aus Lehm, Holz und Stroh (cimprače). Prekmurje ist auch als die Landschaft bekannt, in der die meisten Störche in Slowenien nisten. Die Wahrscheinlichkeit einen Storch beim Radfahren durch das märchenhafte Land entlang des Flusses Mur und der ebenen Landschaft von Prekmurje zu sehen, ist ziemlich groß, denn Störche wählen für ihre Nester sehr gern die Kamine auf den nahen Häusern. Die Ebene, die vor Millionen Jahren der Boden des Pannonischen Meeres war, ist reich an zahlreichen Wasserquellen, und gerade das Thermalwasser ermöglichte in der Region eine schnelle Entwicklung des Kurort- und Wellnesstourismus.

Eine sommerliche Städtereise in die slowenische Hauptstadt Ljubljana

Nach dem idyllischen Genüssen in Prekmurje ist es Zeit, sich auf den Weg in die slowenische Hauptstadt Ljubljana zu begeben. Obwohl Ljubljana über alles verfügt, was eine Hauptstadt braucht, kann die Stadt nicht mit anderen europäischen Metropolen verglichen werden. Warum das so ist, ist ganz einfach: Ljubljana ist einfach zu klein. Aber gerade die Überschaubarkeit ist das, in was man sich verliebt, wenn man am Ufer des Flusses Ljubljanica mitten in der Stadt bei einer Tasse Kaffee oder einem Glas Wein sitzt und den Blick auf das alte Stadtzentrum und auf die mittelalterlichen Architekturbesonderheiten von Ljubljana - auf die Burg von Ljubljana - genießt. In den vergangenen Jahren hat sich Ljubljana in eine fahrradfreundliche Oase verändert, und was die kulinarischen Genüsse betrifft, möchte die Stadt auch nicht zurückbleiben.

Ehrlich gesagt galt die slowenische Hauptstadt noch bis vor ein paar Jahren nicht als eine kulinarisch anerkannte Hauptstadt, was sich aber ändert, auch dank dem besonderen Essensmarkt, an dem sich jeden Freitag von März bis ungefähr Oktober berühmte slowenische Chefköche treffen und den Passanten ihre Speisen und slowenischen Spitzenweine anbieten. Diese Veranstaltung trägt den gelungenen Namen „Offene Küche“, die Anbieter kommen aus allen slowenischen Regionen und bringen ihre Speisen für einen Tag auf den Markt von Ljubljana. Das Projekt, das von jungen Enthusiasten mit dem Wunsch gestartet wurde, an einer Stelle alle Geschmacksrichtungen Sloweniens vorzustellen, hat sich heute zu einer der meistbesuchten Veranstaltungen in der slowenischen Hauptstadt entwickelt.

Die Zeit für einen Sprung ins Meer

Es gibt nur wenige Länder auf der Welt, wo man nachmittags das Panorama der Alpen genießen kann oder sich im Sommer einen Sprung in einen Gletschersee gönnen kann, und sich am Abend an den warmen Stränden der Adria verwöhnen lässt.

Die gut 46 Kilometer lange Küste bieten einiges an, Spaziergänge zwischen den Villen in der ersten Reihe direkt am Meer, Verwöhnung in 4- und 5-Sterne-



Hotels und Wellnesszentren sowie kulinarische Angebote außerhalb der Hotels, abgerundet mit slowenischen Spitzenweinen.

Zu den beliebtesten Plätzen bei den Touristen gehören Piran und Portorož, die auch ein ausgezeichneter Ausgangspunkt für Wanderungen kreuz und quer durch die bewegte Landschaft Istriens sind, das mit Olivenhainen und Weinbergen begeistert, in denen Refosco und Malvasierwein angebaut werden. Piran war ca. 500 Jahre ein Teil der Republik Venedig und das merkt man noch heute auf jedem Schritt, vor allem bei der Architektur. Diese alte Hafenstadt mit den Resten der mittelalterlichen Mauer ist als historisches Kulturdenkmal geschützt und ist auch als die Stadt der Künstler, der Seefahrer und der Musik bekannt.

Ein Ausflug in die unterirdische Welt und das Geheimnis des Proteus

Ein Besuch in Slowenien ohne eine der am meistbesuchten Natur- und Kultursehenswürdigkeiten, die Höhle von Postojna, zu besichtigen, ist kein Besuch Sloweniens. Die Höhle ist weniger als eine Stunde von Piran Richtung Ljubljana entfernt. Die größte Karsthöhle in Slowenien, die voll von Stalaktiten, Stalagmiten, Säulen, Vorhängen und andere interessanten Formen ist, die durch Kalksteinablagerungen langsam von dem Wasser erzeugt wurden, haben bis jetzt schon 37 Millionen Touristen besichtigt; auch hier sind die deutschen Touristen Spitzenreiter. Sie gehören neben den Italienern zu den wichtigsten Gästen.

„Deutsche Touristen sind sehr belesene, disziplinierte und umweltbewusste Gäste, die ein gutes Preis-Leistungsverhältnis schnell erkennen. Neben Naturschönheiten überzeugen die Touristen in der Höhle von Postojna auch die Gastfreundlichkeit, der einfache Zugang, Fachkenntnisse der speziell lizenzierten Führer und Führungen in deutscher Sprache“, betont Marjan Batagelj, Geschäftsführer und der Eigentümer der Gesellschaft Postojnska Jama. In den internationalen Medien ist die Höhle von Postojna wegen der Biodiversität der unterirdischen Welt und wegen des Geheimnisses bekannt geworden, das mit dem Proteus (Grottenolm) verbunden ist, des einzigen Tieres auf der Welt, das nur in einer Höhle lebt. Diese Lurchart lebt als einziges Höhlenwirbeltier Europas nur in den Höhlen des dinarischen Karstes, wobei die meisten Exemplare gerade in Slowenien zu finden sind, wo das Tier wegen seiner Seltenheit und Besonderheit seit 1951 geschützt ist. „Gerade dieses außergewöhnlich empfindliche Höhlentier, das für sein Leben eine ruhige und saubere Umwelt braucht, ist die größte Auszeichnung, das uns bei der Verfolgung einer nachhaltigen Entwicklung von der Natur allein geschenkt wird“, betont Batagelj. Als Attraktion muss man erwähnen, dass 1899 in der Höhle von Postojna das erste unterirdische Postamt auf der Welt eröffnet wurde.

Während sich in der Höhle von Postojna unter der Erde eine wunderschöne unterirdische Welt, voll von ungewöhnlichen Skulpturen und Tieren versteckt, erstreckt sich über ihr die Burg Predjama mit einer von der Geschichte geprägten Umgebung. Das in den Felsen gebaute Denkmal wurde in das Guinnessbuch der Rekorde als die größte Höhlenburg eingetragen, seine Mächtigkeit und seine Verbundenheit mit der Natur fühlt man, wenn die Burg bald nach Sonnenuntergang von Scharen geschützter Fledermäuse überflogen wird, die in der Höhle unter der Burg leben. Seit vorigem Jahr ist der Park der Höhle von Postojna um das renovierte Hotel Jama reicher, in dem die Touristen mit Spezialitäten aus lokal angebauten Zutaten verwöhnt werden. „Der Besuch in dem Park der Höhle von Postojna, der einst als eine Zwischenstation auf dem Weg ans Meer galt, wird heute immer mehr zu einem zweitägigen Erlebnis. In der Sorge um eine ganzheitliche Entwicklung werden wir unser Angebot mit Speläotherapie ergänzen, denn die Höhle von Postojna ist eine ausgezeichnete Destination für die klimatische Behandlung von Lungenkrankheiten“, sagt Batagelj.

Wo ausgezeichnete Weine angebaut werden....

Wenn Piran wegen der Architektur sehr gern mit Venedig verglichen wird, konkurriert die Landschaft von Goriška Brda sehr gerne mit der italienischen Toskana. Wieso auch nicht, denn auch diese bildhübsche Landschaft nahe der slowenisch-italienischen Grenze, verzaubert den Besucher mit ihren mittelalterlichen Dörfern und Hügeln die über und über mit Weingärten, Obstbäumen oder mit jahrhundertealten dunkelgrünen Zypressen übersät sind.

Wenn Ihre Seele mit der Hollywoodkulisse dieser märchenhaften Weingegend mit den Burgen, Schlössern und Villen gesättigt ist, wird es Zeit auch andere Sinne zu befriedigen, denn Goriška Brda ist eine Landschaft, in der nicht nur ausgezeichnete Weine angebaut werden, sondern in der man auch gut essen kann. Frisches Brot und hausgemachtes Olivenöl. Pršut und Pancetta. Ziegenkäse, Spargel, Polenta... all das sind nur einige der leckeren Speisen, mit denen man sich in Goriška Brda verwöhnen lassen kann, während man aufgrund der Meernähe von der warmen mediterranen Luft gestreichelt wird.

Wenn Sie außerdem Ausflüge ins Unbekannte mögen, dann ist die Landschaft von Brda wahrscheinlich das richtige für Sie. Wenn Sie über die kurvigen lokalen Straßen fahren kann es schnell passieren, dass Sie nicht genau wissen, ob Sie in Slowenien oder Italien sind.

Ein natürliches Juwel im Dreiländereck Slowenien-Österreich-Italien

Wenn Sie sich aus der Umarmung der Adria gelöst und in der slowenischen Toskana verwöhnt haben, sich in die unterirdische Welt der Höhle von Postojna begeben haben oder sich eine entspannende Wanderung durch die slowenische Hauptstadt gegönnt haben, können Sie am Ende noch in das erfrischende Wasser eines Alpensees in Bled oder Bohinj springen oder sich eine kurze Erholung in dem bekannten Skizentrum von Kranjska Gora im Nordwesten Sloweniens inmitten der Julischen Alpen und Karawanken gönnen. Kranjska Gora liegt nahe an dem Dreiländereck zwischen Slowenien, Italien und Österreich und ist ein wahres Paradies für Freizeitsportler, sowohl im Sommer als auch im Winter. Kranjska Gora liegt in dem engeren Gebiet des Nationalparks Triglav, benannt nach dem slowenischen Nationalsymbol Triglav, dem mit 2864 Meter höchsten slowenischen Berg. In der unmittelbaren Nähe von Kranjska Gora liegt die Wiege der slowenischen Skiflüge, das Nordische Zentrum Planica.

Neben den abenteuerlichen Erlebnissen bietet der Nationalpark Triglav kristallreines Wasser, Schluchten, Urwaldreste, den größten natürlichen See in Slowenien (Bohinj) und vor allem eine unglaublich schöne Kulisse der Julischen Alpen, wegen der Sie immer wieder gerne nach Slowenien zurückkehren werden.

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