Die Geschäfte zwischen Slowenien und Österreich blühen auch dieses Jahr

Die Geschäfte zwischen Slowenien und Österreich blühen auch dieses Jahr
Die Geschäfte zwischen Slowenien und Österreich blühen auch dieses Jahr
  03.10.2018  |  10:45
Čas branja: 8 min
Schöne Leistungen der slowenischen Unternehmen auf dem österreichischen Markt. Wie und warum?

Magna Steyr, KTM und Rosenbauer sind nur einige der angesehenen österreichischen Unternehmen, die in den vergangenen Jahren enge wirtschaftliche Partnerschaften mit slowenischen Lieferanten aufgebaut haben – fangen wir nur mit dem Unternehmen Magna an, das momentan mit sogar 23 Lieferanten aus Slowenien zusammenarbeitet. Viele Produkte, die auf der ganzen Welt verwendet werden, kommen aus den slowenischen Fabriken, und wir haben uns angeschaut, wie die führenden slowenischen Exportunternehmen den österreichischen Markt erobern und welche Ambitionen sie haben.

Unter den Lieferanten von Magna Steyr ist auch das Stahlunternehmen Štore Steel

Der österreichisch-kanadische Autogigant Magna Steyr arbeitet momentan mit 23 Lieferanten aus Slowenien zusammen, darunter ist auch der anerkannte Stahlhersteller Štore Steel. Den größten Umsatz erzielt die Gesellschaft mit Produkten für Pkws. Aus ihrem Stahl stellen die Kunden aber ebenso Motor- und Getriebeteile sowie andere Baugruppen für Pkws, Lkws und Arbeitsfahrzeuge her. „Unser Stahl, der auf dem österreichischen Autoindustriemarkt verkauft wird, ist für die Produktion von Federn für Lkws und Anhänger sowie für die Produktion von Wellen, Achsen und den am meisten belasteten Teilen der Straßenbaumaschinen vorgesehen. Der Endnutzer von Produkten für die Autoindustrie ist Magna. Den österreichischen Markt betrachten wir als einen Teil des europäischen Marktes, der unser Hauptmarkt ist und auf dem wir unser Potenzial mit schnellen Lieferungen von bestellten Sorten und Dimensionen von Stahlstäben ausnutzen können“, betont Jani Jurkošek, der Geschäftsführer des Unternehmens Štore Steel, das seit mehr als 20 Jahren auf dem österreichischen Markt aktiv ist. Das Unternehmen Štore Steel stellt auch Stahl für Windkraft­anlagen her, zu deren Endnutzern auch Siemens, einer der führenden globalen Hersteller von Produkten und Lösungen für die Industrie, die Energiewirtschaft und das Gesundheitswesen, gehört.

Wie Jurkošek sagt, sind die Produktionskapazitäten in den vergangenen zwei Jahren ausgelastet und auch die Aussichten für die Zukunft sind gut. In Zukunft möchte sich die Gesellschaft auf die Produktion von anspruchsvollen Stahlsorten fokussieren, mit einem breiten Angebot von zusätzlichen Bearbeitungen, wobei das Angebot aber auch mit thermisch behandeltem gehärtetem Stahl vervollständigt werden soll.

Roto überzeugte das österreichische Unternehmen KTM

Der österreichische Markt ist auch für die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft Roto wichtig, dem weltweit viertgrößten Hersteller von Kunststoffprodukten mit der Roto-Modellierungs-Technologie. Wie der Generaldirektor und Eigentümer Štefan Pavlinjek betont, stellt Österreich im Hinblick auf den erzielten Umsatz den zweitgrößten Markt von Roto dar. Dazu hat auch die Zusammenarbeit mit dem größten europäischen Hersteller von Motorrädern, dem österreichischen Unternehmen KTM, beigetragen. „Wir haben angefangen mit KTM zusammenzuarbeiten, als wir das Konkurrenzunternehmen POLYTEC in Österreich übernommen haben und damit auch dessen Geschäftskontakte. Wir haben KTM unsere Entwicklungsmöglichkeiten vorgestellt und zu einem Besuch eingeladen und mit der Kooperation begonnen. Am Anfang natürlich mit nur einem Kraftstofftank, später, als wir uns bewiesen haben, hat sich aber unsere Zusammenarbeit erweitert“, betont die Gesellschaft.

Roto liefert in Österreich auch an den größten europäischen Hersteller von Feuerwehrfahrzeugen Rosenbauer Tanks, genauso wie Kotflügel und Dächer für Traktoren als auch Regenwasser- und Trinkwasserbehälter für Gebirgsorte. „Österreichische Kunden sind für uns eine sehr wichtige Referenz, vor allen wegen der Nähe, der Sprachkenntnisse, der Kaufkraft und der starken Industrie. Unsere Entwicklung widmet sich ökologischen Lösungen wie Reinigungsanlagen, Produkten für Wasserreinigung und den Umweltschutz“, betont Roto. Die Gruppe erzielte voriges Jahr sehr gute Geschäftsergebnisse. Das gilt auch für den österreichischen Markt, der noch immer wächst, so Roto. Unter den Entwicklungsprojekten muss die Zusammenarbeit mit den Traktorherstellern und Gesellschaften herausgestellt werden, die sich mit der Gewinnung von Energie aus regenerativen Quellen beschäftigen.

Cetis setzt in Österreich auf Werbedrucksachen

Der Vormarsch auf den österreichischen Markt hat sich auch für die Gruppe Cetis, einem Hersteller von Sicherheits- und Werbedrucksachen, gelohnt. Wie man bei dem Unternehmen sagt, ist der österreichische Markt neben Deutschland und Frankreich schon seit ein paar Jahren einer der Schlüsselmärkte für Werbedrucksachen. Etiketten auf Folie und Papier, Sleeves und Wrap-Around-Etiketten und verschiedene Markenschutzmöglichkeiten werden vor allem für die Getränke-, Lebensmittel-, Pharma- und Kosmetikindustrie gefertigt. Die Umsätze steigen am stärksten in Österreich, Deutschland, aber auch in Frankreich und in den Niederlanden, wo sich zahlreiche neue Möglichkeiten auch für die Zukunft bieten, betont Cetis.

Auch die Hersteller von Werbedrucksachen entwickeln heute neue Lösungen, die den Produkten einem Mehrwert geben, denn eine wirkungsvolle Verpackung beeinflusst die Kaufentscheidung der Verbraucher. Interessant ist dabei die Angabe, dass sich mehr als 75 Prozent der Verbraucher erst im Geschäft für den Kauf entscheidet. Die Kaufentscheidung fällt in drei Sekunden. „Eine Etikette, die mit speziellen Effekten, Materialien oder Schutzelementen versehen ist, ist für die Kunden attraktiver, gibt mehr Informationen und hilft dem Hersteller bei der Verkaufsförderung. Unsere Kunden schätzen auch die große Auswahl von Formen, Materialien und speziellen Effekten. Sie können sich zum Beispiel für farbliche Etiketten entscheiden, die unter UV-Licht zu sehen sind, für Etiketten mit einem niedrigen Migrationsniveau für Produkte in empfindlicher Umgebung (z.B. Nahrungsmittel), interessant sind auch Etiketten mit Temperaturindikatoren, die den Kunden zeigen, ob eine bestimmte Temperatur vorläufig nicht erreicht oder überschritten wurde, oder Etiketten mit Thermochromfarben, die durch eine sichtbare Veränderung der Farbe eine Änderung der Temperatur direkt auf dem Design der Verpackung anzeigen. Beliebt sind auch Etiketten mit Scratch ‚n‘ Sniff Farben, die die Kunden mit Duft überzeugen wollen. Die effizientesten Verpackungslösungen werden aber zusammen mit den Kunden dann entwickelt, wenn wir schon in einer Entwicklungsphase des Produktes eingebunden werden“, betont Cetis unter anderem.

Knauf Insulation setzt auf grüne Infrastruktur

Der österreichische Markt ist auch für Knauf Insulation, dem größten slowenischen Hersteller von Dämmungsmaterialien, sehr wichtig. Knauf Insulation liefert auf den österreichischen Markt vor allem Dämmungsmaterialien für den ersten industriellen Einbau (OEM) und hat momentan genügend Aufträge. „Der österreichische Markt ist für uns sehr wichtig, obwohl er nicht zu den größten Märkten gehört. Unter den österreichischen Partnern gibt es viele, die sowohl Entwicklungs- als auch strategische Partner sind und wir können sagen, dass der österreichische Markt eine große Rolle in unserer Geschäftstätigkeit spielt“, betont Geschäftsführer Tomaž Lanišek.

Knauf Insulation ist in den vergangenen Jahren immer mehr auch im Bereich der Begrünung von Gebäuden und den Trassen entlang der Autobahnen bekannt. „Wir haben in Österreich einige interessante Projekte von grünen Dächern ausgeführt, zahlreiche Gebiete, auch die Begrünung von Autobahnen, sind aber momentan in Österreich noch in der Phase der Entwicklungsverhandlungen und es ist zu erwarten, dass es vielleicht in Zukunft noch viele solcher Projekte geben wird, denn die grüne Infrastruktur ist überall in Europa im Trend“, betont Lanišek. Das Unternehmen baut in Slowenien auch ein Ausbildungs- und Vorführzentrum für nachhaltige Bauweise, das Knauf Insulation Experience Center genannt wurde und in dem Schulungen für verschiedene Zielgruppen stattfinden werden. „Das Gebäude wurde nach den strengsten europäischen Standards für nachhaltiges Bauen errichtet, momentan befinden wir uns in der Phase der Zertifizierung des nachhaltigen Bauens DGNB und unser Gebäude wird der erste Neubau mit diesem Zertifikat sein. Das Gebäude ist auch ein Pilotprojekt der Europäischen Kommission und des slowenischen Infrastrukturministerium zur Vorbereitung der Richtlinien des nachhaltigen Bauens. Wertvolle Erfahrungen, die beim Bau eines solchen nachhaltigen Objektes erworben werden, werden wir also weiter teilen und dadurch zum Aufschwung des nachhaltigen Bauens bei uns und in Europa beitragen“, betont Lanišek unter anderem.

Celjske mesnine eroberte die Regale der österreichischen Händler

Der Fleischwarenhersteller Celjske mesnine ist fast seit 15 Jahren auf dem österreichischen Markt aktiv, seit Slowenien ein Teil der Europäischen Union und ihres gemeinsamen Marktes ist, und seitdem es auch für Lebensmittel keine Zollbarrieren mehr gibt. Da in Österreich viele Menschen aus dem ehemaligen Jugoslawien leben, hat man bei Celjske mesnine zuerst die Möglichkeit über sogenannte Ethno-Läden genutzt, später hat sich aber die Tür für die Zusammenarbeit mit größeren Händlern wie Billa, Penny und Merkur, die ein Teil der Gruppe Rewe sind, geöffnet, betont Marko Založnik, der Kommerzialdirektor der Gesellschaft. Ein großer Erfolg war der Beginn der Zusammenarbeit mit Hofer Österreich im Jahr 2005. „Der Umsatz mit Hofer steigt, wobei unser österreichischer Partner viel dazu beiträgt, denn er hilft uns mit geschäftlichen Verbindungen auf den weiteren deutschsprachigen Märkten in Deutschland und in der Schweiz. Ein guter Ruf aus Österreich trägt viel dazu bei, dass wir uns auch auf anderen Märkten durchsetzen können, die Zusammenarbeit mit Hofer öffnete uns aber auch die Tür von Aldi in der Schweiz und in Ungarn.“

Auf die Frage, was dafür notwendig ist in die Regale der österreichischen Händler zu gelangen, antwortet Založnik, dass das richtige Rezept dafür in dem Angebot von verschiedenen Produkten liegt und dass das auch die Formel ist, die sich für das Unternehmen Celjske mesnine ausgezahlt hat. „Es ist sehr schwer den österreichischen Markt mit Produkten von lokalen Firmen zu erobern, deshalb haben wir in den Ethno-Läden zuerst Produkte angeboten, die für das Gebiet des ehemaligen Jugoslawien typisch sind, wie zum Beispiel Spezialitäten wie „Sudžuk“. Bei Hofer sind wir heute mit zwei Produkten unserer Eigenmarke Karawanken- und Bauernsalami präsent“, fügt unser Gesprächspartner hinzu. Die Gesellschaft Celjske mesnine plant dieses Jahr einen Umsatz von mehr als 90 Millionen Euro, ein Fünftel davon im Ausland.

Das Hotel, in dem viele berühmte und bekannte Gäste übernachtet haben, wurde renoviert

Slowenien und die Hauptstadt Ljubljana brechen in den vergangenen Jahren einen Tourismusrekord nach dem anderen. Eine große Bedeutung für die Erhöhung des Bekanntheitsgrads der Stadt Ljubljana als Tourismusdestination hat auch der Kongresstourismus, wozu auch die österreichischen Gäste beitragen, betont man bei der Gruppe Union Hotels, die in der slowenischen Hauptstadt vier Hotels betreibt – Grand Hotel Union, Grand Hotel Union Business, Hotel Lev und Central Hotel. „Die Hotels liegen im Zentrum von Ljubljana, in der wichtigsten Destination des Kongresstourismus in Slowenien, wobei unser Grand Hotel Union das größte Kongresshotel der Hauptstadt ist. In den 30 Kongresssälen des Union Hotels finden jährlich mehr als 1000 Einzelveranstaltungen statt. Wir bieten unseren Gästen ideale Bedingungen für produktive sowie kreative Konferenzen und Treffen“, betont die Gruppe, deren Gast dieses Jahr im Rahmens seines offiziellen Besuchs in Slowenien auch der österreichische Bundespräsident Alexander Van der Bellen war.

Ohne ein hochwertiges Angebot gibt es auch keine Touristen, und das ist auch der Leitsatz der Gruppe Union Hotels, die in Zusammenarbeit mit dem Architektenbüro BWM Architekten dieses Jahr 22 Zimmer im Hotel Lev renoviert hat. Die Türen der renovierten Zimmer haben sich für die Gäste im Frühling geöffnet, und die Zimmer zeichnet ein moderner Stil mit offenem Konzept aus, die Wände der Badezimmer sind in transparentem Glas gehalten, was den Gästen einen entspannten Aufenthalt ermöglicht. „Der Umbau der ersten Etage des Hotels Lev legte die Richtung für weitere Renovierungsarbeiten in den kommenden Jahren fest, mit denen wir mit den Trends des Hotelgewerbes Schritt halten wollen. Die Betonung der ganzheitlichen Renovierung des Hotels liegt auf den ansprechenden gemeinsamen Räumlichkeiten, die mit ihrem attraktiven Konzept und Angebot sowohl die lokale Bevölkerung als auch Hotelgäste anlocken werden“, betont man bei Union Hotels unter anderem.

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