Kolektor Etra: Für den größten Festland-Windpark in Europa liefern wir alle Transformatoren

Kolektor Etra: Für den größten Festland-Windpark in Europa liefern wir alle Transformatoren
Kolektor Etra: Für den größten Festland-Windpark in Europa liefern wir alle Transformatoren
  30.11.2018  |  07:00
Čas branja: 3 min
Der letztjährige slowenische Exportsieger und Hersteller von Leistungstransformatoren entwickelt sich sehr stark und wächst dreimal schneller als im Durchschnitt seine Konkurrenz, hierunter das deutsche Unternehmen Siemens.

Kolektor Etra ist eines der wenigen Unternehmen in der Branche, wenn nicht das einzige, das für das technische Konzept und die Transformatorenherstellung künstliche Intelligenz verwendet. Und genau das macht das Unternehmen, was die Qualität und Modernität der technischen Lösungen betrifft, zu einem der besten Transformatorenhersteller auf der Welt. Das Unternehmen wächst dreimal schneller als der Markt, sagt Tomaž Kmecl, Direktor der Gesellschaft Kolektor Etra.

Nach den Angaben des internationalen Branchenverbandes der Transformatorenhersteller hat der Markt für Leistungstransformatoren, auf dem Kolektor Etra auftritt, einen Umfang von 21,5 Milliarden Euro. Vier multinationale Unternehmen kontrollieren laut Daten des internationalen Branchenverbandes der Transformatorenhersteller 45,5 Prozent des Weltmarktes: das deutsche Siemens, das schweizerische ABB, das chinesische TBEA und das amerikanische GE. Den restlichen Markt teilen sich kleinere Unternehmen, wozu auch Kolektor Etra gehört. Dieses Unternehmen vergrößert seinen Umsatz und hat jetzt in Europa einen Marktanteil von 2 Prozent und weltweit von 0,5 Prozent. In dieser Branche erwartet man für den Zeitraum 2010 - 2020 ein jährliches Wachstum von 5,7 Prozent. Kolektor Etra hat aber in den letzten fünf Jahren ein durchschnittliches jährliches Umsatzwachstum von 15 Prozent erzielt. Das Jahr 2014 beendete das Unternehmen mit 61,8 Millionen Euro Einnahmen und in diesem Jahr erwartet man 104,2 Millionen Euro. Verbessert hat sich auch der Gewinn. 2014 erzielte das Unternehmen einen Gewinn von gut zwei Millionen Euro und 2017 9,4 Millionen Euro.

Künstliche Intelligenz

Leistungstransformatoren sind Investitionsgüter. Jedes Projekt wird separat betrachtet. „Bei der Planung eines Transformators müssen viele verschiedene Parameter berücksichtigt werden. Diese beziehen sich auf den Entwurf von Transformatoren, ihre Aufstellung, das Material und auf die bestmöglichen Produktionsverfahren. Bei der schnellstmöglichen und bestmöglichen Auswahl dieser Parameter, die technisch den Transformator bestimmen, hilft uns die künstliche Intelligenz. Die Software haben wir auf der Basis der künstlichen Intelligenz selbst entwickelt und bauen diese immer weiter aus, was uns aber nur aufgrund unseren ausgezeichneten Mitarbeitern gelingt, die sich der Bedeutung einer schnellen und effizienten Entwicklung des Produktes bewusst sind. In den letzten zehn Jahren werden bei uns sowohl im Bereich der Technologie, also der Konstruktion und der Entwicklung von Transformatoren, als auch im Verkauf Personen mit mindestens Magisterausbildung beschäftigt, und wir bemühen uns wirklich darum, dass die schon erworbenen Kenntnisse auf diese Mitarbeiter übertragen werden. Die Anwendung von künstlicher Intelligenz ist unser großer Vorteil. In einigen Segmenten der Transformatoren sind wir dadurch die besten auf der Welt. Das zeigte zum Beispiel auch unser bisher größter Einzelauftrag, als wir ausgewählt wurden, für den größten Festland-Windpark in Europa, der von Norwegern gebaut wird, alle Transformatoren zu liefern. Das Projekt endet 2020. Wir bemühen uns, die Werkzeuge der künstlichen Intelligenz in alle Geschäftsprozesse einzubinden“, sagt Tomaž Kmecl. Neben der künstlichen Intelligenz war für den Durchbruch auf dem Markt auch die Investition von 35 Millionen Euro aus dem Jahr 2012 entscheidend, mit der die neue Produktionshalle mit neuer Ausstattung gebaut wurde, mit der das Unternehmen sich auch in der Eliteklasse der Leistungstransformatoren mit einer Leistung von 500 Megavoltampere und mit einer Spannungsklasse von bis zu 420 kV vorstellen konnte.

89 Prozent des Umsatzes werden im Export erzielt

Das Unternehmen Kolektor Etra aus Ljubljana stellt seit 85 Jahren Transformatoren her. Das Unternehmen erzielte vor zwei Jahren auf ausländischen Märkten 84,5 Millionen Euro Umsatz bzw. 89 % Prozent des Gesamtumsatzes. Die wichtigsten Kunden kommen aus dem Bereich der Elektroenergetik, entweder sind dies Stromerzeuger, Stromversorgungsfirmen oder Firmen, die sich mit der Übertragung von Strom beschäftigen. Die Produkte werden vor allem über öffentliche Ausschreibungen vertrieben, es gibt aber auch immer mehr Privatinvestoren, die ein Angebot haben möchten, weil der Bekanntheitsgrad von Kolektor Etra immer höher ist.

Momentan ist das Unternehmen in 21 Ländern vertreten; den größten Exportmarkt von Kolektor Etra stellt Schweden mit 18 Prozent, Norwegen mit 13 Prozent und Deutschland mit einem Anteil von 12 Prozent dar. Jedes Jahr kommt ein neuer Markt dazu. „Aus den traditionellen und finanziell stabilen Märkten in Skandinavien haben wir es vor einigen Jahren geschafft, auf den deutschen und britischen Markt zu kommen und vor zwei Jahren erhielten wir auch die ersten Aufträge in Spanien, Frankreich und in Dubai. Letztes Jahr verkauften wir auch unseren ersten Transformator nach Russland, und zwar an die Firma MRSK, das größte Stromversorgungsunternehmen in der Region von Moskau. Wir bemühen uns auch in Tunesien um neue Aufträge“, sagt Peter Novak.

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