Das größte slowenische Stahlunternehmen setzt auf eine elektrische Zukunft

Das größte slowenische Stahlunternehmen setzt auf eine elektrische Zukunft
Das größte slowenische Stahlunternehmen setzt auf eine elektrische Zukunft
  02.04.2019  |  06:30
Čas branja: 4 min
Aleš Falatov, Leiter der Marketingabteilung der Unternehmensgruppe SIJ– Slovenska industrija jekla (Slowenische Stahlindustrie)

Bis 2025 sollen 7,7 Prozent aller auf der Welt hergestellten Fahrzeuge mit Elektroantrieb ausgestattet sein. Darin sieht der größte Hersteller von starkem korrosionsbeständigem Blech und der drittgrößte Hersteller von Werkzeugstahl in der EU, die Unternehmensgruppe Slovenska industrija jekla (SIJ), die auch eng mit der deutschen Automobilindustrie verbunden ist, ihre größten Chancen.

  • Für die Automobilindustrie entwickeln Sie den extrem reinen Werkzeugstahl SITHERM, wie wichtig ist diese Innovation?

Wir sind der größte Hersteller von starkem korrosionsbeständigem Blech und der drittgrößte Hersteller von Werkzeugstahl in der EU. Wir entwickeln unsere Produkte, zu denen auch der Werkzeugstahl SITHERM für die Arbeit bei hohen Temperaturen gehört, in unmittelbarer Kooperation mit unseren Kunden. Die Kunden, die diesen Stahl kaufen, sind Kunden mit den höchsten Ansprüchen, die Werkzeuge zum Schmieden, Heißstanzen und Kunststoffgießen verwenden. Mit innovativen Verfahren, um nur einige der Charakteristiken dieser Stahlart hervorzuheben, gewährleisten wir Stahl mit einer außergewöhnlichen Zähigkeit, Festigkeit und einer überdurchschnittlichen Wärmeleitfähigkeit. Wir entwickeln Verfahren, die die gleichen Charakteristiken des Stahls gewährleisten und gleichzeitig günstiger und umweltfreundlicher sind.

  • Wie bereitet sich SIJ auf die Ära der grünen Mobilität der Zukunft vor?

Bis 2025 sollen elektrische Fahrzeuge global einen Marktanteil von 7,7 Prozent erreichen. Für SIJ ist das eine phänomenale Chance, denn mit unserem Elektroblech, das unter der Warenmarke SIWATT verkauft wird, gehören wir zu den signifikanteren Herstellern in der EU. Gleichzeitig steigt in der Automobilindustrie durch den Trend zur Verringerung des Fahrzeuggewichts auch der Verbrauch von hochfestem Stahl, der eine größere Zugfestigkeit bei gleichzeitig niedrigeren Preisen im Vergleich zu Aluminium aufweist. Zur Verbesserung der technologischen Charakteristiken des SIWATT-Stahls planen wir eine ganze Reihe von Investitionen in der Produktion, wobei auch in die Vergrößerung der Produktionskapazitäten investiert wird.

  • Welche nachhaltigen Lösungen konzipieren Sie und wie integrieren Sie diese Lösungen in Ihre Geschäftspläne?

Eine nachhaltige Produktion stellt bereits jetzt den Kern unserer Tätigkeit dar, denn wir arbeiten nach dem Prinzip der Kreislaufwirtschaft. Unser Basisprodukt, der Rostfrei- und Spezialstahl, wird ausschließlich aus recycelten Rohstoffen gefertigt – aus Eisen- bzw. Stahlabfällen. Im Vergleich zu den Stahlwerken, die für ihre Stahlproduktion Erze verwenden, belasten wir die Umwelt weniger und verursachen einen geringeren CO2-Ausstoß. Natürlich berücksichtigen wir bei den Investitionen in die Produktion, für die wir in den letzten zehn Jahren mehr als 600 Millionen Euro bestimmt haben, immer auch den Aspekt der Nachhaltigkeit. Bei der Stahlproduktion entstehen auch Nebenprodukte, einst Abfälle, heute hingegen stellen diese Abfälle Rohstoffe für neue Produkte dar, die in anderen Industriebranchen verwendet werden.

  • Welche Faktoren beeinflussen am meisten die Verwendung von Stahl in der Zukunft?

Es ist zu erwarten, dass die Verwendung von Stahl in der Zukunft auch weiterhin zunimmt. Auch die intensive technologische Entwicklung der Stahlqualität wird sich fortsetzen – heutzutage werden auf globalem Niveau z. B. 75 Prozent Stahlcharakteristiken verwendet, die wir vor 20 Jahren noch nicht kannten. Die Entwicklung wird natürlich in Richtung der Kundenbedürfnisse gehen, die wiederum in jeder einzelnen Branche spezifisch sind.

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