Intelligente Verkehrslösungen von LIT-Transit auch in Berlin

Intelligente Verkehrslösungen von LIT-Transit auch in Berlin
Intelligente Verkehrslösungen von LIT-Transit auch in Berlin
  02.04.2019  |  07:05
Čas branja: 6 min
Der technologische Durchbruch slowenischer Unternehmen in der Welt

Beim Bummeln durch die Stadt Berlin sind Ihnen vielleicht schon die schön gestalteten Displays mit Busankunftszeiten der Berliner Verkehrsbetriebe, des hiesigen Betreibers des öffentlichen Personenverkehrs, aufgefallen, die in ihrer Form an ein riesengroßes elektronisches Lesegerät Kindle erinnern. Diese Displays sind Teil eines Pilotprojektes, mit dem die Stadt Berlin die Möglichkeit der Einführung nachhaltiger Lösungen bei der Digitalisierung des öffentlichen Personenverkehrs prüft. Jedoch wissen nur wenige, dass diese Displays ein Produkt slowenischen Know-hows sind, genauer gesagt des Unternehmens LIT-Transit, das seine Lösungen für intelligente Städte entwickelt und sich hiermit den Weg auch in andere europäische Metropolen und Großstädte ebnet.

In Singapur verlässt sich auch Google auf die Daten von LIT-Transit

LIT-Transit ist ein junges slowenisches Unternehmen mit ca. 55 Mitarbeitern. Die Chance, beim Besuch in dem Unternehmen alle Mitglieder des Teams zu treffen, ist relativ klein, denn LIT-Transit ist mit seinen Lösungen heute schon auf allen fünf Kontinenten der Welt vertreten, und sehr oft passiert es, dass der größte Teil des Teams im Außendienst bei unseren Kunden ist, von San Francisco bis Neuseeland, sagt Tomaž Račič, Vertriebsleiter und Vizedirektor der Gesellschaft LIT-Transit.

Bei LIT-Transit werden digitale Systeme zur Steuerung des öffentlichen Verkehrs entwickelt und konzipiert, die den Betreibern des öffentlichen Personenverkehrs helfen, ihren Fuhrpark zu managen. Das Unternehmen hat sich zudem auf die Zahlungssysteme im öffentlichen Verkehr und auf den Zugang zu Reiseinformationen spezialisiert. Eine Dienstleistung, mit der das Unternehmen heute schon auf fast allen Kontinenten vertreten ist, ist zum Beispiel das System zur Führung und Steuerung des Fuhrparks im öffentlichen Personenverkehr. „Alle Daten, die mit unseren Anlagen und unserer Software von den Betreibern des öffentlichen Verkehrs gesammelt werden, senden wir auch auf die Displays an den Busstationen, an die Internetportals und Mobilapplikationen und erreichen damit die Passagiere, die sich einen komfortablen, pünktlichen und gut vorhersehbaren Verkehr wünschen“, zählt Račič auf.

Die Anfänge des Unternehmens LIT-Transit reichen in das Jahr 2012 zurück. Allerdings ist es interessant, dass das Unternehmen seinen ersten Auftrag nicht in Europa, sondern im fernen Asien, und zwar in Singapur, erhielt. Das Unternehmen entwickelte dort ein System, mit dem man die Ankunftszeiten von Bussen an den Busbahnhöfen errechnen kann und das die Übersicht über die Busfahrten ermöglicht. Wie erfolgreich das Unternehmen dabei ist, verrät am meisten die Information, dass der Technologie-Gigant Google aufgrund der Daten von LIT-Transit die Ankunftszeiten von Bussen in Singapur ankündigt. „Von Google als der präziseste Lieferant der Ankunftszeiten von Bussen in Singapur anerkannt zu sein, ist für uns eine sehr wichtige Referenz, die auch weltweit anerkannt und gehört wird“, sagt Račič stolz.

Busbahnhöfe in Berlin wurden mit Solar-Displays ausgestattet

Mit den Lösungen von LIT-Transit sind heute weltweit schon 15.000 Busse und 25.000 Busbahnhöfe ausgestattet und Informationen über die Ankunftszeiten werden auf 30.000 E-Displays übermittelt. Der größte Auftrag wurde gerade in Singapur abgeschlossen, wo mit den Lösungen von LIT-Transit 6.000 Busse ausgestattet werden, danach kommt Hong Kong, wo ein Fuhrpark von ca. 4.000 Bussen mit den Lösungen von LIT-Transit ausgestattet wird.

In Hong Kong wurde Displays in den Bussen mehrerer Busbetreiber installiert. Auf diesen Displays wird die Zeit der Ankunft an einer bestimmten Haltestelle angekündigt. Für den erfolgreichen Durchbruch in Asien kann sich das Unternehmen weitgehend bei seinem ehemaligen Partner bedanken, dem japanischen Hersteller von elektronischer Ausrüstung für Busse, der Gesellschaft Lecip Holdings Corporation. Der japanische Partner war einige Zeit auch Miteigentümer von LIT-Transit, aber LIT-Transit hat ihn im Jahr 2017 ausbezahlt und heute ist das Unternehmen zu 100 Prozent in slowenischem Besitz.

In Lima hat das Unternehmen für den dortigen Hauptbetreiber des Busverkehrs ein System zur Verkehrssteuerung entwickelt. In London sind ihre E-Paper-Displays an den Bahnhöfen und in den Fahrzeugen des städtischen öffentlichen Personenverkehrs installiert, in Pittsburg wurde aufgrund der zur Verfügung stehenden Daten die Berechnung der erwarteten Ankunftszeit von Fahrzeugen des öffentlichen Personenverkehrs verbessert und in Vancouver in Kanada hat LIT-Transit ein Abrechnungssystem für Busfahrten im städtischen Personenverkehr installiert, um nur einige ausgewählte Projekte des Unternehmens LIT-Transit zu nennen.

Immer mehr Metropolen, auch Berlin, suchen heute intelligente Verkehrslösungen. „Im Rahmen des Pilotprojektes Berliner Verkehrsbetriebe haben wir in Berlin sechs Busbahnhöfe mit elektronischen E-Displays ausgestattet. Im Unterschied zu den Displays, die auf LCD-Technologie basieren, sind unsere Displays als E-Paper konzipiert. Ihre Besonderheit liegt darin, dass sie durch Solarenergie betrieben werden und somit komplett unabhängig von der Stromversorgung sind. Der zweite Vorteil ist ihre außergewöhnliche Lesbarkeit auch bei starkem Sonnenlicht. Es geht um eine nachhaltige Lösung, die nutzer- und umweltfreundlich ist und große Energieeinsparungen mit sich bringt. Verkehrslösungen, die mit alternativen Energien betrieben werden, sind speziell für alte Städte geeignet, die zum Beispiel unter UNESCO-Schutz stehen und in denen eventuelle Baumaßnahmen gewöhnlich mit hohen Kosten verbunden sind“, erklärt mein Gesprächspartner.

Verkehrslösungen, die noch stärker den Wünschen des Einzelnen angepasst sind

In der Industrie, die sich mit Lösungen für intelligente Städte beschäftigt, werden heutzutage hunderte Milliarden von Euro umgesetzt, was natürlich kein Zufall ist, denn laut Prognosen der Vereinigten Nationen werden 2050 bereits 6,5 Milliarden Menschen in Städten leben. Letzteres gilt vor allem für Indien und China, jedoch erfreuen sich unsere Lösungen momentan auch im Nahen Osten einer starken Nachfrage und zwar wegen der Weltausstellung Expo in Dubai im Jahr 2020 und der Fußballweltmeisterschaft in Katar 2022, erklärt Račič.

Verkehrslösungen werden in Zukunft noch intelligenter sein, vor allem noch stärker an die Passagiere angepasst, und Račič glaubt, dass sich während des Übergangs in die Gesellschaft 5.0 die Möglichkeiten für den Ausbau der existierenden Verkehrslösungen und Systeme für die Mobilität der Zukunft noch vergrößern werden. Immer mehr drängt auch die Mobilität als Dienstleistung in den Vordergrund. Diese Möglichkeit wird derzeit in San Francisco mit Lösungen von LIT-Transit geprüft. Geplant ist, alle Wege des öffentlichen Verkehrs in der Stadt auf einer Plattform zu verbinden und mit dem Zugang zur Plattform den Passagieren zu ermöglichen, an einer Stelle den Weg mit verschiedenen öffentlichen Verkehrsmitteln in der Stadt zu planen sowie alles an einer Stelle bezahlen zu können, fügt Račič hinzu.

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