Woher kommt iSystem, die Testelektronik in Fahrzeugen von VW, Audi, BMW und Mercedes

Woher kommt iSystem, die Testelektronik in Fahrzeugen von VW, Audi, BMW und Mercedes
Woher kommt iSystem, die Testelektronik in Fahrzeugen von VW, Audi, BMW und Mercedes
  30.01.2020  |  10:48
Čas branja: 5 min
Die High-Tech-Produkte von iSystem Labs werden bei der Entwicklung und Prüfung der Elektronik der besten Fahrzeuge, Herzschrittmacher und Passagierflugzeugen eingesetzt.

iSystem Labs entwickelt und testet seit über 25 Jahren Geräte für eingebettete Systeme, die hinsichtlich der Leistung und Funktionalität vollständig mit Computersystemen vergleichbar sind, jedoch größtenteils ohne die übliche Tastatur für die Dateneingabe und ohne Monitor. Ihr Hauptbestandteil sind Mikrocontroller, die den Betrieb von Systemen einer breiten Palette von Industrieprodukten steuern, von der Automobil- und Luftfahrtelektronik über Herzschrittmacher und Industrieroboter bis hin zu Haushaltsgeräten. In diesem Unternehmen aus Trzin verbindet man sich physisch über die iSystem BlueBox-Hardware mit einem Mikrocontroller, der im System eingebettet ist, um somit die Einsicht in das Geschehen im Mikrocontroller und im Computerprogramm zu haben sowie ihn zu überwachen.

Janez Jarc, Direktor von iSystem Labs, erklärt: »Mit unseren Tools suchen wir in den ersten Phasen der Produktentwicklung nach Fehlern, die Programmierer unabsichtlich in einem Computerprogramm zurückgelassen haben.« In den späteren Phasen folgt das Testen der Zeitkriterien des Programms, und beim Abschlusstest werden die logischen Pfade des Programms überprüft und nach nicht ausgeführten Programmcodes oder Codes gesucht, die nicht von den Testszenarien abgedeckt sind.

»Wir können uns vorstellen, was passiert, wenn das Programm, zum Beispiel beim Flugzeug, dem autonomen Fahren und dem Herzschrittmacher, seine Grundfunktionen nicht ordnungsgemäß ausführt« erklärt Jarc. »Zum Beispiel muss das ABS-System in einem Auto innerhalb eines genau definierten Zeitrahmens reagieren, nachdem ein Handlungsbedarf festgestellt wurde. Beginnt es nur den Bruchteil einer Sekunde zu spät zu bremsen, kann der Fahrer sterben.« Die Bedeutung von Tests in der Automobilindustrie zeigt sich darin, dass im Jahr 2018 weltweit 86 Millionen Fahrzeuge und leichte Nutzfahrzeuge verkauft wurden, wobei in einem Fahrzeug der Mittelklasse durchschnittlich etwa 50 Systeme und in einem im Luxusfahrzeug ca. 100 Systeme eingebaut sind.

iSystem Labs verkauft an die größten Lieferanten

iSystem Labs erzielt mehr als zwei Drittel seines Umsatzes in der Automobilindustrie, wo seine Kunden Valeo, Continental, Bosch, Hella, Veoneer und andere Hauptelektronikzulieferer für die größten Automobilunternehmen wie VW, Audi, BMW und Mercedes sind. Wichtige Kunden sind auch das deutsche Unternehmen Biotronik und das amerikanische Boston Scientific, die Hersteller von Herzschrittmachern sind. Jarc stellt außerdem das Unternehmen Thales in den Vordergrund, das Elektronik für die Luftfahrtgesellschaft Airbus herstellt sowie John Deere, den Hersteller von Landwirtschaftsmaschinen, wo iSystem Labs der Referenzlieferant für Entwicklungs- und Testtools für eingebettete Systeme für alle weltweiten Standorte ist.

Im vergangenen Jahr rüsteten sie mehr als zweitausend Entwicklungsstandorte mit ihren Produkten aus, wobei ihre Branche eine Nischenbranche und der Größe nach sehr begrenzt ist, da man auf dem Markt ein bzw. zwei Unternehmen als Konkurrenz hat, alle anderen verschwanden in den letzten 20 Jahren vom Markt.

»Die Entwicklung unserer Tools erfordert ein sehr breites Fachwissen über die Elektronik von Analog- bis Digitaltechnik, Projektierung von Schaltungen, Fachwissen über Mikrocontroller, verschiedene Compiler und Echtzeitbetriebssysteme, die von unseren Kunden verwendet werden,« erklärt Jarc.

Das Unternehmen beschäftigt rund 50 Mitarbeiter, knapp 30 Elektro- und Computeringenieure in der Entwicklung. Sie haben alleine den gesamten Prozess, einschließlich der BlueBox-Produktion und -Logistik unter Kontrolle. In den kommenden Jahren plant man die Mitarbeiterzahl jährlich um rund 10 Prozent zu steigern.

Jarc erklärt weiter: »Eine besondere Aufmerksamkeit widmen wir der technischen Unterstützung, die ein wesentlicher Bestandteil des Produkts ist,« und fügt hinzu, dass sie sich weiterhin auf die Automobilindustrie konzentrieren werden, in der sie Rätsel immer komplexer werdender eingebetteter Systeme lösen müssen.

Es handelt sich um einen großen Technologiesprung, da man in der Industrie beispielsweise vom Einkern-Mikrocontroller zum Controller übergeht, in dem sich eine ganze Reihe verschiedener Kerne, sechs oder mehr Computersysteme in einem einzigen eingebetteten System, befinden, erklärt Jarc. »Einige sicherheitskritische Funktionen, wie ABS-Systeme und Airbags, müssen weiterhin abgesondert und zu 100 % zuverlässig bleiben, gleichzeitig jedoch muss das eingebettete System in der Lage sein, mit anderen im Fahrzeug eingebetteten Systemen, bei Bedarf auch mit Cloud-Diensten, zu kommunizieren. Eine große Herausforderung stellt sich auch in Bezug auf das Eindringrisiko nicht autorisierter Personen in das System, wenn Fahrzeuge mit dem World Wide Web verbunden werden.«

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