Wie entwickelt Fraport sein Geschäfts- und Logistikzentrum Airport City in Slowenien?

Wie entwickelt Fraport sein Geschäfts- und Logistikzentrum Airport City in Slowenien?
Wie entwickelt Fraport sein Geschäfts- und Logistikzentrum Airport City in Slowenien?
  24.03.2020  |  04:05
Čas branja: 4 min

Der deutsche Flughafenbetreiber Fraport übernahm 2014 auch den zentralen Flughafen in Slowenien – Fraport Slowenien in Brnik in der Nähe der slowenisch-österreichischen Grenze. Fraport Slowenien entwickelt in unmittelbarer Nähe des Flughafens das Geschäfts- und Logistikzentrum Airport City, in dem Investoren insgesamt 15 Hektar erschlossener Grundstücke zur Verfügung stehen.

Was sind die Hauptvorteile, die für die Auswahl von Slowenien und Brnik als strategischem Standort für die Entwicklung verschiedener Geschäfts- und Immobilientätigkeiten sprechen?

Hauptvorteil von Brnik ist die geostrategische Lage. Airport City liegt an der Kreuzung von zwei wichtigen europäischen Verkehrskorridoren (TEN-T) und nur 125 km vom slowenischen Hafen Koper entfernt, was die Transitzeit der Güter nach Mitteleuropa im Vergleich mit den Häfen von Hamburg oder Rotterdam sogar um bis zu sieben Tage verkürzt. Neben der ausgezeichneten geostrategischen Lage befindet sich in unmittelbarer Nähe auch der Flughafen mit moderner Infrastruktur, in die wir intensiv investieren. Diese Vorteile wurden in den letzten Jahren von zahlreichen Logistikunternehmen erkannt, wie zum Beispiel UPS, TNT, Kuehne + Nagel, cargo-partner und andere, die ihre Kapazitäten am Flughafen schon vergrößert haben bzw. sich in der Phase des Aufbaus neuer Logistikzentren auf dem Gebiet des Flughafens befinden.

In welcher Phase befindet sich die Entwicklung des Projektes Airport City und welche Geschäftstätigkeiten sind in der unmittelbaren Nähe des zentralen Flughafens geplant?

Alle Grundstücke sind ins Grundbuch eingetragen und erschlossen, und auch die Zufahrten in die Airport City sind ausgebaut, also kann sofort mit Bauarbeiten bzw. mit der Ausübung von Tätigkeiten begonnen werden. Unser Wunsch ist, vor allem Investoren aus dem Bereich der Logistik, des Hotelgewerbes und der Bürotätigkeiten anzuziehen.

Wie viele Grundstücke stehen den potenziellen Investoren insgesamt zur Verfügung und unter welchen Bedingungen? Welche Art der Kooperation bieten Sie den potenziellen Investoren an?

Für Airport City stehen 15 Hektar erschlossener Grundstücke zur Verfügung. Die Raumplanungsdokumente bieten zahlreiche Möglichkeiten für die Entwicklung und Flächennutzung, und unseren Geschäftspartnern wird die Kooperation in Form einer langfristigen Anmietung (Erbbaurecht) für die Dauer von 25 Jahren und mehr angeboten. Dieses Modell ist in Slowenien noch nicht sehr vertreten, deshalb haben wir uns unsere deutschen Kollegen in Frankfurt zum Vorbild genommen, wo Erbbau etwas ganz Normales ist. Auch die slowenische Gesetzgebung folgte hier der deutschen und schützt die Investoren gut. Auf diese Art befinden wir uns in einer Win-Win-Situation: Strategische Grundstücke bleiben somit im Eigentum des Flughafens, der Investor bekommt aber komplette Rechtssicherheit und die Stabilität seiner Investition.

In Slowenien fehlt es erheblich an größeren Grundstücken für Logistikprojekte, wie viel Platz ist für die Entwicklung dieser Tätigkeit vorgesehen?

Die Logistiktätigkeit ist ein wichtiges Segment der Fraport Slowenien, deshalb wird dafür auch der größere Teil der Grundstücke vorgesehen, insgesamt ca. 12 Hektar.

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